Text: STORYTELLER/MH - Foto: Archiv
Es gibt diese Songs, die sich so fest bei uns einbrennen, dass man sie niemals mehr vergisst. Wie zum Beispiel Hey Jude von den Beatles, Stairway to Heaven von Led Zeppelin, Satisfaction von den Rollings Stones, Sailing von Rod Stewart, und, und, und … Allesamt Hymnen für die Musik-Ewigkeit. Sicherlich fallen dem Leser an dieser Stelle noch zahlreiche andere ein. Aber dann gibt es eben auch diese Songs, die es vielleicht nicht ganz in diese oberste Liga der Greatest Hits schaffen, die aber dennoch ein treuer Begleiter über Jahre und Jahrzehnte sind.
Einer, der in diese Kategorie fällt, ist Some Guys Have All The Luck, im Original vom amerikanischen Songwriter Jeff Fortgang. Geschrieben und erstmals veröffentlicht wurde das Lied im Juli 1973 und landete in dieser Zeit in den Top40 der amerikanischen Billboard Charts.
Neun Jahre später veröffentlichte Robert Palmer eine Version des Songs auf seinem Album Maybe it's Live und erreichte damit Platz 16 in den britischen Hitlisten.
Palmers Version weist im Vergleich zu früheren Versionen des Songs eine deutlich veränderte Melodie und einen anderen Text auf. Palmer erzählte dem britischen Musikjournalisten Max Bell 1989: „Ich arbeitete gerade mit Moon Martin zusammen, als ich 'Some Guys' schrieb. Ich spielte ihm das Lied vor, und ein paar Tage später sagte er, er habe gerade jemanden im Studio auf der anderen Straßenseite dabei gehört, wie er es gesungen habe – was mir unmöglich erschien, da ich es selbst noch gar nicht fertiggestellt hatte! Was tatsächlich passiert war: Ich muss es wohl unbewusst gehört haben – ich glaube, es lief im australischen Radio –, hatte es aber einfach nicht bemerkt. Das Einzige, woran ich mich erinnerte, war die Titelzeile“.
1984 brachte dann Sir Rod Stewart seine Version von „Some Guys“ heraus. Als zweite Single seines Albums Camouflage kam der Song am 20. Juli 1984 auf den Markt, mit dem Klassiker I Was Only Joking auf der B-Seite. Die besten Platzierungen erreichte Rods Version in Irland (Platz 11), dem UK (15), den US Billboard 100 (10) und Kanada (16).
Zugegeben, Sir Rod hatte erfolgreichere Singleauskopplungen in seiner Karriere. Aber irgendwie hat uns Some Guys Have All The Luck doch niemals losgelassen. Seit den 1980er Jahren gehört der Track zur regelmäßigen Setliste einer Rod-Stewart-Show und kommt auch heute noch beim Publikum bestens an.
Und das liegt wohl auch daran, dass sich viele von uns in den Lyrics durchaus wiederfinden können. „The guy next to me has a girl in his arms, my arms are empty“ oder „All of my friends have a ring on their finger, they have someone“. Jede Wette, dass viele von uns beim Hören dieser Textzeilen sich diese Situation gedanklich schon zig-mal vorgestellt haben, oder?
Neben diesen Textzeilen brennt sich zudem der Refrain schnell ins Gedächtnis ein. „Some guys have all the luck, Some guys have all the pain, Some guys get all the breaks, Some guys do nothing but complain...“ - leicht einprägsam, zum Mitsingen einladend und in jedem Wort irgendeinen Gedanken oder Erinnerung animierend. Dazu der eingängige Pop-Rock-Sound der 80er Jahre, der auch heute noch perfekt in die Musikwelt passt (oder wieder hereinpasst).
"Live" kommt der Song nochmal eine Schippe stärker als in der Album-Version. Besonders eingeprägt hat sich bei vielen Stewart-Anhängern die Version aus der Royal Albert Hall 2004, als Rod seine "Some Guys" seinem im Jahr davor verstorbenen Kumpel Robert Palmer widmete und in diese Performance noch einen Part dessen Mega-Hits Addicted To Love einbaute.
Bei den Fans kam dieser Auftritt im besonderen und der Song "Some Guys" im allgemeinen nach wie vor super an. So schreibt Maik aus Deutschland: „Ich habe diesen Titel schon in den 80ern gehört und ihn als super empfunden und so ist dies auch heute noch.“. Und Dieter bringt es bei seiner Rezension kurz und knackig auf den Punkt: „Einfach tolle Musik“. Und Liam aus Schottland ergänzt: „Es ist immer wieder erstaunlich, was Rod Stewart für eine Bandbreite hat. 'Some Guys' ist einer der Songs, die ich seit den 1980er Jahren einfach liebe und das auch heute noch. Mir gefällt aber auch die Version von Robert Palmer“.
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