Befreiungsschlag in der Europa League: Celtic besiegt Besiktas spektakulär mit 3:2

Text: STORYTELLER/MH - Fotos: Celtic FC (Facebook)

Ist das der berühmte Knoten der geplatzt ist? Nach zuletzt eher wenig überzeugenden Auftritten und nur drei Siegen aus den vergangenen zehn Pflichtspielen (bei sechs Niederlagen) ist der Celtic Football Club gestern Abend im Heimspiel am 4. Spieltag der UEFA Europa League in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Gegen den türkischen Spitzenklub Besiktas gewann das Team von Trainer Martin O'Neill nach einer dramatischen zweiten Halbzeit verdient mit 3:2 (0:0).

Die Steine waren groß, die dem zuletzt in die Kritik geratenen Coach gestern Abend vom Herzen fielen. „Das war einfach eine großartige Leistung“, schnaufte O'Neill durch. „Wir haben uns zurück ins Rennen gebracht“.

Auch einem gewissen Sänger, seines Zeichens bekennender „Celtic-Maniac“ dürfte der gestrige Abend durchaus gefallen haben. Sir Rod Stewart wird aber auch nicht entgangen sein, dass die erste Halbzeit im ausverkauften Celtic Park alles andere als ein Zuckerschlecken war. Die Hoops bekamen in den ersten 45 Minuten kein Bein auf den Boden, was sich dadurch ausdrückte, dass die Bhoys in Green vor der Pause nicht einen nennenswerten Torschuss zustande brachten und in einigen Szenen Glück hatten, dass die Gäste nicht in Führung gingen.

Die zweite Halbzeit hatte dann aber für Rod und alle Celtic-Fans noch etwas in petto. Doch zunächst wurden die Gesichter bei den den rund 60.000 Fans lang und länger. Nach einem Foul von Jordan Lotomba an Ernest Poku entschied der deutsche Schiedsrichter Sascha Stegemann zum Entsetzen der Zuschauer auf Elfmeter für Besiktas, den Junior Olaitan im Nachschuss zum 1:0 für die Gäste verwandelte (54.).

Nach rund einer Stunde nahm Martin O'Neill dann drei personelle Änderungen vor und das wurde sofort belohnt. Nach 43 Sekunden auf dem Platz traf der eingewechselte Callum Osmond aus rund 18 Metern zum 1:1 (62.). Dieser Treffer war der Startschuss für eine völlig verrückte Schlussphase. Zwölf Minuten vor dem Abpfiff brachte Camilo Duran die Hausherren – nach feiner Vorarbeit von Osmond – mit 2:1 in Führung. Doch die Freude der Hoops währte nicht lange. In Minute 85 drosch Orkun Kökcü die Kugel aus der zweiten Reihe unhaltbar für Celtic-Keeper Sam Johnstone ins linke untere Eck. Sollte es wieder nichts werden mit einem Celtic-Sieg in der Europa League. Doch, denn die Hoops hatten da ja noch den Kolumbianer Duran.

Der kam nach einem Schuss von Kieran Tierney in zentraler Position zum Abschluss und spitzelte die Kugel aus fünf Metern am ehemaligen Bayern-Torhüter Alexander Nübel vorbei zum 3:2-Siegtreffer in die Maschen.

DURAN DER MATCHWINNER

Der Jubel im Paradise kannte keine Grenzen mehr, die Hoops überstanden auch die fünfminütige Nachspielzeit und feierten am Ende einen aufgrund der starken zweiten Halbzeit verdienten Heimsieg.

Durch diesen ersten Sieg in der Ligaphase der Europa League haben sich die Mannen von Trainer O'Neill mit drei Punkten auf Rang 32 in der Tabelle verbessert und liegen nur noch einen Zähler hinter den Play-off-Plätzen zurück.

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