Text: STORYTELLER/MH - Foto: HSCC, designed by Emily Krieger (für Storyteller)
Heute widmen wir uns wieder einmal dem Thema Cover- und Tributebands. Wir alle wissen, es gibt zahlreiche Rod-Stewart-Tributacts, mal mehr, mal weniger gute. An dieser Stelle haben wir Euch in der Vergangenheit schon den ein oder anderen dieser Künstler vorgestellt. Nun hat uns eine Nachricht unseres Freundes Allan Crouch aus Australien erreicht. Er empfahl uns, doch einmal die australische Band The Hindley Street Country Club näher zu begutachten. Und das taten wir. Gefunden haben wir eine Band, die so einiges mehr zu bieten hat, als ein gewöhnlicher Tributeact.
Ganz nach dem Motto: Es gibt zahlreiche Coverbands – aber nur einen Hindley Street Country Club.
Wer zum ersten Mal eines der Videos der australischen Formation aus Adelaide sieht, könnte zunächst glauben, hier handle es sich um eine besonders gut eingespielte Studio-Band. Doch genau darin liegt das Geheimnis von HSCC: Die Gruppe versteht sich nicht als gewöhnliche Coverband, sondern als musikalisches Kollektiv, das grosse Songs neu arrangiert und ihnen dadurch immer wieder eine eigene Farbe gibt.
Gegründet wurde der Hindley Street Country Club Ende 2017 von Produzent und Arrangeur Constantine Delo. Von Beginn an setzte HSCC auf bekannte Songs aus mehreren Jahrzehnten Pop-, Rock-, Soul- und Disco-Geschichte. Die Musiker nehmen die Vorlagen ernst, kopieren sie aber nicht sklavisch. Gerade die Kombination aus hervorragenden Instrumentalisten, mehrstimmigem Gesang und aufwändigen Arrangements macht den besonderen Reiz der Band aus.
Und irgendwann landet man als Rod-Stewart-Fan unweigerlich bei einer interessanten Frage:
Was macht HSCC eigentlich mit Rod Stewart?
Einer der schönsten Berührungspunkte zwischen HSCC und Rod Stewart ist „I Don't Want to Talk About It“.
Für Rod-Stewart-Fans ist der Song natürlich untrennbar mit seiner Version aus den 1970er-Jahren oder der aus der Royal Albert Hall (im Duett mit Amy Belle) verbunden. Interessant ist allerdings die Vorgeschichte: Geschrieben wurde das Stück von Danny Whitten, Gitarrist von Crazy Horse. Rod machte daraus 1977 seine eigene, weltweit bekannte Version.
Und irgendwann landet man als Rod-Stewart-Fan unweigerlich bei einer interessanten Frage:
Was macht HSCC eigentlich mit Rod Stewart?
Einer der schönsten Berührungspunkte zwischen HSCC und Rod Stewart ist „I Don't Want to Talk About It“.
Für Rod-Stewart-Fans ist der Song natürlich untrennbar mit seiner Version aus den 1970er-Jahren oder der aus der Royal Albert Hall (im Duett mit Amy Belle) verbunden. Interessant ist allerdings die Vorgeschichte: Geschrieben wurde das Stück von Danny Whitten, Gitarrist von Crazy Horse. Rod machte daraus 1977 seine eigene, weltweit bekannte Version.
HSCC nähert sich dem Lied nicht mit dem Versuch, Rods Stimme einfach nachzuahmen. Stattdessen entsteht eine sehr warme, beinahe intime Interpretation. Kat Jade und Constantine Delo teilen sich den Leadgesang, während die übrigen Musiker mit Gitarren, Keyboards, Saxophon, Schlagzeug und Backgroundgesang für einen ausgesprochen dicht arrangierten Klang sorgen. Gerade das funktioniert bei diesem Song hervorragend.
Denn „I Don't Want to Talk About It“ lebt weniger von spektakulären musikalischen Effekten als von Atmosphäre. Rod hatte dem Stück diese unverwechselbare Mischung aus Verletzlichkeit und rauer Eleganz gegeben. HSCC legt den Schwerpunkt stärker auf die harmonische Seite und auf das Zusammenspiel der Stimmen.
Constantine Delo beschrieb seine Interpretation sinngemäss als eine Widmung an Menschen, die irgendwann ein gebrochenes Herz erlebt haben. Damit trifft HSCC ziemlich genau den Kern dieses Songs.
Noch interessanter wird es bei „Da Ya Think I'm Sexy?“.
Hier könnte man kaum einen grösseren Kontrast zu „I Don't Want to Talk About It“ finden.
Rod Stewart veröffentlichte den Song 1978 auf dem Album Blondes Have More Fun. Die Nummer wurde zu einem der grössten Hits seiner Karriere – und gleichzeitig zu einem Song, der bis heute für seine damalige Hinwendung zu Disco, Funk und Dance-Pop steht.
HSCC nimmt diese Seite von Rod auf und macht daraus eine ausgesprochen druckvolle Bandnummer. Als Sänger ist hier Danny Lopresto zu hören. Gerade seine Interpretation zeigt, warum HSCC bei solchen Songs so gut funktioniert: Es geht nicht darum, Rod Stewart eins zu eins zu imitieren. Stattdessen übernimmt Lopresto die Energie und den Charakter des Stücks und gibt ihm seine eigene Stimme.
Das Ergebnis bleibt eindeutig „Da Ya Think I'm Sexy?“, klingt aber gleichzeitig wie eine Nummer, die eine hervorragend eingespielte Liveband jederzeit auf die Bühne stellen könnte.
Die aktuelle HSCC-Version wurde im September 2026 veröffentlicht und gehört damit zu den jüngeren Rod-Stewart-Beiträgen der Gruppe.
Aber im musikalischen Leben des HSCC gibt es – wie schon erwähnt - nicht nur Rod Stewart. Die Band hat sich auch solchen Musikgrößen, wie Robbie Williams, Kylie Minogue (für eine australische Band ja fast ein MUSS), Annie Lennox, Al Stewart, Level 42 oder auch ELO, Simply Red und Whitney Houston gewidmet, um nur einige zu nennen.
Sämtliche Songs sind auf dem offiziellen YouTube-Kanal @theHindleyStreetCountryClub zu finden.
Wer beim Anschauen der zahlreichen Videos neugierig geworden ist, und die Band gerne einmal live erleben möchte: Im kommenden Jahr touren die Australier um die Welt. Neben Auftritten in Australien, kommen Constantin Delo und seine Bandkollegen 2027 auch für 18 Konzerte nach Europa und für eine Show nach Reno im US-Bundesstaat Nevada.
Für Europa sind Auftritte in den Niederlanden, Belgien, England und Schottland geplant. Die genauen Tourtermine findet Ihr unter dem Link: https://thehscc.com/events
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