Text: STORYTELLER/MH - Fotos Rod Stewart & Celtic FC (Facebook)
Lange Gesichter bei den zahlreich mitgereisten Celtic-Fans in Linz und ganz sicher auch im Norden Londons, wo die Stewart-Familie samt Oberhaupt Rod das Rückspiel in den Play-offs zur Gruppenphase der UEFA Champions League verfolgte.
Der Celtic Football Club hat das Erreichen der Ligaphase in der Königsklasse nach dem 3:0 im Hinspiel beim Linzer ASK tatsächlich noch verspielt. In der Raiffeisen Arena unterlagen die Bhoys in Green den Hausherren mit 1:5 (1:4, 1:1) nach Verlängerung und verpassten damit zum zweiten Mal in Folge die Teilnahme am wichtigsten Wettbewerb Europas.
Für Sir Rod wurde es nach der Nachricht vom Tod von Dolly Parton und dem Desaster der Hoops in Österreich zu einem einzigen Horrorabend.
Zum Spielverlauf:
Vor 19.000 Zuschauern in der Raiffeisen Arena gaben die Hausherren zunächst den Ton an, dann vergab Celtics Neuzugang Mika Baur (kam von Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn) die erste dicke Chance für die Gäste aus Schottland (5.). Wenig später scheiterte Kasper Høgh an Linz-Schlussmann Jungwirth (15.).
Für die nun immer besser ins Spiel kommenden Gäste traf Kapitän Callum McGregor in der 21. Minute zum 1:0. Der Mittelfeldspieler setzte die Kugel nach Vorarbeit von Yang Hyun-Jun mit dem starken linken Fuß unhaltbar in die Maschen. Der LASK gab sich allerdings noch nicht geschlagen und glich durch Moses Usor nach einer guten halben Stunde aus (33.). Mit dem 1:1 ging es dann auch in die Pause.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel wurden die Hoops kalt erwischt: Robert Ljubicic brachte den LASK gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit mit 2:1 in Führung (48.). Und für die Mannen aus Glasgow wurde es tatsächlich noch richtig ungemütlich. Nach einer knappen Stunde stellte Samuel Adeniran sogar auf 3:1 für die Hausherren (58.). Der scheinbar so sichere Vorsprung aus dem Hinspiel kam auf einmal gewaltig ins Bröckeln, zumal die Österreicher nun ganz fest an ihre Chance glaubten. Und als Celtic beinahe mit einem blauen Auge davon gekommen wäre, da schlug der LASK nochmal zu. Florian Flecker erzielte in der 90.+1 Spielminute tatsächlich noch das 4:1 für die Gastgeber und damit ging es in die Verlängerung. Das 3:0 aus dem Hinspiel war endgültig verspielt. In der Extratime wurde es dann stockduster für die O'Neill-Elf: Adeniran schnürte in Minute 109 den Doppelpack zum 5:1 und kegelte Celtic damit endgültig aus der Champions League.
Der Celtic FC muss nach dem heutigen blamablen Knockout in der Europa League antreten. Die Gruppenphase wird am Freitag ab 13 Uhr im Grimaldi Forum in Monaco ausgelost, dann wissen O'Neills Mannen, welche Gegner in den nächsten Monaten auf sie zukommen.
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