Text: STORYTELLER/MH - Foto: iHeart Radio
Rod Stewart musste das dritte Konzert in wenigen Wochen absagen. Alle Fans, die gestern in San Diego waren, um eine tolle Show zu erleben, sind verständlicherweise enttäuscht. Da ergattert man eines der heißbegehrten Tickets, um den Mann noch einmal live zu erleben und dann das. Verständlich ist auch, dass viele sich darüber aufregten, dass die Absage erst kurz Showbeginn bekanntgegeben wurde. Viele Besucher waren bereits vor Ort, sind teilweise einige Stunden gereist, um ihr Idol noch einmal live zu erleben. Den Ärger der Leute kann man absolut nachvollziehen. Aber dennoch sollte man als Rod-Stewart-Fan die Kirche im Dorf lassen. Unser Held ist 81 Jahre alt, da stellen sich die kleinen Zimperleien und Wehwehchen eben öfter ein, als noch vor 15 oder 20 Jahren. Das sollte und muss jeder verstehen. Wie es Richard Marx treffend formulierte, ist so eine Absage für Rod "der größte Alptraum". Seine Liebe für seine Fans ist weltweit bekannt und viele von uns durften das auch bereits das ein oder andere Mal persönlich erfahren. Diskutabel bleibt natürlich der Zeitpunkt der Absage. Muss man das wirklich erst 40 Minuten vor Showbeginn tun? Es sollte jeder, aber auch wirklich jeder, der nun verärgert ist, sicher sein, dass Rod wirklich alles versucht hat, um diesen Abend irgendwie stattfinden zu lassen. Warum? Weil er ein Profi ist, wie es ja auch Richard Marx sagte. Und vor allem auch, weil er diese Abende auf der Bühne genießt, weil er Spaß hat an dem, was er nun seit mehr als 60 Jahren tut - Singen! Und das geht eben nunmal nur, wenn die Stimme mitspielt. Gestern tat sie es nicht. Und deswegen ist eine Absage, auch wenn sie für alle sehr ärgerlich ist und sehr spät erfolgte, die einzig richtige Entscheidung.
Alle Nörgler und Meckerer sollten sich bei allem verständlichen Ärger aber auch immer daran erinnern, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man mit über 80 Jahren noch auf der Bühne steht und sein Publikum mit nach wie vor wahnsinnig starken Konzerten beglückt.
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