Kommentar zur CBS-Doku

Veröffentlicht am 22. Mai 2026 um 10:17

Text: STORYTELLER/MH - Foto: tvinsider.com

Als langjähriger Rod-Stewart-Fan freut man sich natürlich riesig über eine Doku beziehungsweise dieses große TV-Special rund um Rod Stewart. Eine Würdigung für ein musikalisches Lebenswerk, für über sechs Jahrzehnte voller Songs, Erinnerungen und unvergesslicher Konzerte. Genau das, was Millionen Fans weltweit sehen möchten.

Und genau da liegt leider auch das Problem. Während CBS und Paramount+ die Sendung in den USA groß angekündigt und ausgestrahlt haben, standen Fans außerhalb der USA praktisch vor verschlossenen Türen. Kein offizieller Zugang, keine weltweite Streaming-Möglichkeit, keine einfache Option, die Show später legal anzuschauen. Wer nicht in den USA lebt, schaut aktuell schlicht in die Röhre – es sei denn, man nutzt technische Umwege wie VPNs & Co.

Besonders frustrierend ist dabei, dass man außerhalb der USA bislang im Grunde nur kurze Ausschnitte zu sehen bekommt: einminütige Snippets, 30-Sekunden-Teaser, Promo-Clips und Ankündigungsvideos. Überall in Europa und vielen anderen Teilen der Welt bleibt Fans aktuell kaum mehr übrig, als sich mit diesen kleinen Häppchen zufriedenzugeben. Man bekommt ständig Lust auf die komplette Show gemacht – sehen kann man sie am Ende aber trotzdem nicht offiziell.

Das fühlt sich ehrlich gesagt ziemlich strange an. Gerade bei einem Künstler wie Rod Stewart, der seit Jahrzehnten eine riesige internationale Fangemeinde hat. Seine Musik gehört nicht nur Amerika. Rod hat Fans in Europa, Südamerika, Australien, Asien – eigentlich überall auf der Welt. Viele begleiten ihn seit den 70ern oder 80ern, haben unzählige Konzerte besucht und seine Karriere über Jahrzehnte verfolgt.

Und man darf dabei auch nicht vergessen: Rod Stewart ist Brite. Seine musikalischen Wurzeln liegen in Großbritannien, in Europa – dort begann schließlich auch seine Karriere. Von London hinaus in die Welt. Gerade deshalb wirkt es etwas seltsam, dass ausgerechnet viele europäische Fans von dieser besonderen Produktion ausgeschlossen bleiben. Europa war schließlich der Ausgangspunkt einer Karriere, die später weltweit Millionen Menschen begeistert hat.

Besonders schade ist dabei auch, dass es sich bei der Ausstrahlung im Kern um einen Konzertmitschnitt aus dem Frühjahr 2026 handelt – also genau die Art von Musik-Event, die Fans überall auf der Welt gerne sehen würden. Musik verbindet schließlich international. Gerade Künstler wie Rod Stewart leben doch seit Jahrzehnten davon, dass Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern gemeinsam dieselben Songs feiern, dieselben Erinnerungen teilen und dieselbe emotionale Verbindung zur Musik haben.

Natürlich freut man sich für die Fans in den USA, die die Möglichkeit hatten, diese Show zu sehen. Aber gleichzeitig bleibt bei vielen internationalen Fans einfach das Gefühl zurück, außen vor gelassen worden zu sein. Und das passt eigentlich nicht zu einem Künstler, dessen Karriere seit Jahrzehnten von einer weltweiten Fangemeinde getragen wird.

Vielleicht denken CBS und Paramount+ beim nächsten Mal etwas internationaler. Denn Rod Stewart ist eben nicht nur ein amerikanisches TV-Event – er ist ein weltweiter Musikheld.

MH/STORYTELLER

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