Text: STORYTELLER/MH - Fotos: Cover designed by Storyteller / Alastair Stewart (Instagram)
Die schottische Fußball-Nationalmannschaft bestreitet am Abend ihr drittes Gruppenspiel bei der WM in Kanada, Mexiko und den USA. Nach einem Sieg (1:0 gegen Haiti) und einer Niederlage gegen Marokko (0:1) bekommen es die Bravehearts heute Abend um 0.00 Uhr (MESZ) gegen den fünfmaligen Weltmeister Brasilien.
Eine Mammutaufgabe für das Team von Trainer Steve Clarke und nicht nur, wenn man auf die bisherigen Duelle bei einer Weltmeisterschaft blickt. In den bisherigen drei WM-Spielen gab es für die Schotten gegen die Brasilianer kaum etwas zu holen.
Im ersten Duell 19874 trotze Schottland dem damaligen Titelverteidiger sensationell ein torloses Remis ab. 1982 (4:1), 1990 (1:0) und 1998 (2:1) setzten sich dann aber jeweils die Südamerikaner durch. Und heute?
Sir Rod Stewart, Edelfan der Schotten, erwartet einen ganz harte Nuss, die die Bravehearts zu knacken haben. Im Gespräch mit dem Sportradio-Sender Talk Sport sagte der Sänger: "Es wird so so schwierig heute Abend. Und wie geht man es an? Versucht man, in Führung zu gehen? Oder einfach nur verteidigen? Ich weiß es nicht. Jedenfalls stehen die Chancen für uns nicht gut, das wissen wir alle."
Und lobte dann die schottischen Fans: "Wir haben die besten Anhänger in der Welt, daran gibt es keinen Zweifel. Sie haben ganz Schottland stolz gemacht".
Richtig schelmisch grinste er dann und fügte an: "Ich liebe den Fakt, dass sie Boston leer getrunken haben und jetzt, wenn die Engländer kommen, gibt's kein Bier mehr".
Zuletzt machten Medienberichte die Runde, die darüber berichteten, dass dem Sänger bei seinem Auftritt in Utah Sauerstoff zugefügt werden musste und es kamen wildeste Gerüchte um seine Gesundheit auf. Zuletzt hatte Stewart einige Konzerte wegen einer Infektion der oberen Atemwege und Problemen mit der Stimme absagen müssen, reiste einen Tag später dann aber nach Boston, um das schottische WM-Auftaktspiel gegen Haiti live im Stadion zu sehen. Das wurde ihm von etlichen Anhängern krumm genommen und Rod nutzte das Interview bei Talk Sport, um einiges klarzustellen. "Ich wäre wirklich besser nicht zum Haiti-Spiel gefahren", sagte Rod rückblickend. "Ich musste den Tag davor das Konzert absagen, weil ich keine Stimme hatte. Aber, und das ist die Wahrheit, ich wollte meine beiden Söhne nicht hängen lassen. Ich habe ihnen seit dem Tag ihrer Geburt versprochen, dass wir einmal zu einer Weltmeisterschaft reisen. Und dieses Jahr war es eben das erste Mal möglich", so Stewart. "Ich gebe zu, dass war nicht glücklich, aber ich musste in den sauren Apfel beißen. Und das tat ich - für meine Jungs".
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