Text: STORYTELLER/MH
Foto: Screenshot
Tampa, die rund 415.000 Einwohner zählende Stadt an der Golfküste Floridas, kam zum vierten Mal in Folge (2022-2026) in den Genuss eines Rod-Stewart-Konzertes. Und wieder einmal, zum vierten Mal in Serie, war das Hard Rock Event Center ausverkauft. Tampa feiert das Stewart-Quadruple!
Mit einem Lächeln und einem Winken in die Menge betrat der 81-jährige Sänger pünktlich um 20 Uhr Ortszeit die Bühne und legte wie gewohnt temporeich los.
Mit „Infatuation“, „Tonight I'm Yours“ und „It's A Heartache“ trat Sir Rod gleich mächtig aufs Pedal.
Das Publikum machte sofort mit, tanzte und sang zu den rockenden Tönen lauthals mit. Selbst die Pressevertreter schwebten in einer Art Begeisterung durch die ersten Minuten des Abends. Die Tampa Bay Times merkte: „Er sieht immer noch verdammt gut aus“. Zudem betonte das Blatt, dass die Stimme immer noch „rau ist. Wie macht er das nur?“
Dennoch, Medienvertreter sehen sehr genau hin und suchen oftmals das Haar in der Suppe. „Seine Band kaschierte Unvolkommenheiten“, moserte der Schreiberling erstmals los. „Er hatte zu Beginn Schwierigkeiten mit einer kitschigen, jazzigen und, ehrlich gesagt, etwas seltsamen Version seines bekanntesten Hits „Maggie May“. Und er verpatzte den Anfang von „Da Ya Think I'm Sexy?“. Diese Pannen waren überraschend, da er beide Songs bei jeder Show gewissenhaft spielt“, meckerte die Tampa Bay Times.
Dem Publikum war es augenscheinlich egal, selbst wenn es die ein oder andere Schieflage gegeben haben sollte, die Fans sangen bei ihrer „Maggie“ und vielen weiteren Songs lauthals mit, schnappten bei „Da Ya Think I'm Sexy“ nach den signierten Fußbällen, die ins Publikum gekickt und geworfen wurden.
War der Kritiker der Tampa Bay Times also nur einfach mit dem falschen Fuß aufgestanden? Er beschwerte sich darüber, dass „Stewart zu oft in den Hintergrund trat, ruhte sich auf dem Drum-Podest aus oder überließ seiner Band die schwere Arbeit“. Zudem gefiel ihm nicht, dass er für zwei Songs hinter der Bühne verschwand und seine Band die Fans mit „I'm Every Woman“ und „Proud Mary“ unterhielt. „Als der Song zu Ende war und Stewart zurück auf die Bühne, winkte er der applaudierenden Menge zu, als hätte er etwas damit zu tun. Das hatte er aber wirklich nicht“, stellte der Pressevertreter fest. Nun, dass diese Parts bereits seit Jahrzehnten zum Ablauf eines Stewarts-Konzertes gehören, scheint ihm dabei entgangen zu sein. Genauere Recherche hätte da vielleicht etwas geholfen.
Insgesamt blieb der Schreiberling, Mark Katches, in seinem Review sehr negativ. Er beschwerte sich darüber, dass Rod sehr wenig mit dem Publikum interagierte („wurde kaum beachtet) und merkte zum Schluss an, dass Rod ohne Zugabe von der Bühne verschwand, sich dafür aber eine Menge Geld eingesteckt hat „Ist es das, was ein Publikum verdient?“, fragte der Autor, der mit seiner Meinung allerdings ziemlich alleine stand.
„Rod Stewart war einfach fantastisch“, schwärmte ein Konzertbesucher. Und ein anderer Fan meinte: „Das war das beste Konzert, das ich seit langer Zeit gesehen habe.“ Und die Jubelarien der Besucher hörten gar nicht mehr auf: „Was eine Show“, krächzte einer mit heiserer Stimme und lachte: „Ich habe zuviel mitgesungen, meine Stimme ist fast weg.“. „Fantastisch, wie immer“, meinte ein anderer Konzertbesucher.
Also Schwamm drüber, über die Sichtweise des Herrn Katrches. Vielleicht hatte der Schreiberling von den Tampa Bay Times einfach nur einen schlechten Tag. Und wenn nicht, ist es auch egal.
Setliste
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“Infatuation”
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“Tonight I’m Yours (Don’t Hurt Me)”
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“It’s a Heartache”
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“Hot Legs”
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“Forever Young”
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“The First Cut is the Deepest”
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“Handbags and Gladrags”
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“Maggie May”
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“I’d Rather Go Blind”
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“Young Turks”
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“Downtown Train”
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“I’m Every Woman”
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“I Don’t Want to Talk About it”
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“People Get Ready”
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“Have I Told You Lately”
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“Proud Mary”
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“It Takes Two”
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“Some Guys Have all the Luck”
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“Da Ya Think I’m Sexy?”
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“Love Train”
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