Text: STORYTELLER/MH
Foto: Celtic FC & Rod Stewart
Da hatte sich Sir Rod Stewart nach zwei anstrengenden Konzertabenden am heutigen Sonntag ganz früh aus dem Bett gekämpft, um das Derby seines Celtic FC beim Erzrivalen Rangers zu verfolgen und dann das: Die Bhoys in Green werden vom Anpfiff weg vom Gastgeber fömrlich überrollt, können kaum eigene Angriffe aufziehen und geraten nach nur acht Minuten durch einen sehenswerten Fallrückzieher von Youssef Chermiti mit 0:1 in Rückstand. Und damit noch nicht genug. Die Rangers geben auch nach der frühen Führung weiter Gas, Celtic bekommt bis zur Pause kaum ein Bein auf den Boden und kassiert beinahe folgerichtig nach 26 Minuten auch noch das 0:2 - wieder war Chermiti der Torschütze. In den Sozialen Medien herrschte in diversen Celtic-Foren blankes Entsetzen. Von "absolut erschreckend" bis "einfach nur lächerlich" reichten da die Kommentare der Hoops-Anhänger zur Leistung der Mannen von Trainer Martin O'Neill. Und auch Sir Rod dürfte die morgendliche Tasse Tee so gar nicht geschmeckt haben, ob der Vorstellung seines Herzensvereins im Ibrox Stadium.
Doch es gab ja noch eine zweite Halbzeit. Und es schien so, als hätte Trainer O'Neill seinen Spielern nochmal ganz ordentlich ins Gewissen geredet zu haben, denn nach der Pause spielte dann nur noch Celtic. Die Bhoys in Green erspielten sich Abschluss auf Abschluss gegen immer passivere Rangers. In Minute 56 brachte Kieran Tiernay die Gäste dann auf 1:2 heran - eine butterweiche Flanke vom Schweden Nygren köpfte der Linksverteidiger ein.
Celtic drängte in der Folge auf den Ausgleich, vergab aber zunächst weitere Chancen. Der eingewechselte Luke McCowan vergab zehn Minuten vor dem Ende freistehend vor Rangers-Schlussmann Butland - die bis dahin dickste Möglichkeit für die Hoops.
In der Nachspielzeit nahm das Drama dann seinen Lauf. Nach einem HAndspiel eines Rangers-Verteidigers und dem Eingreifen des VAR entschied Schiedsrichter John Beaton auf Handelfmeter für die Gäste. Reo Hatate lief an, scheiterte aber an Butland. Der Torhüter konnte auch den Nachschuss des Japnares abwehren ehe Hatate die Kugel dann doch noch irgendwie über die Linie beförderte - 2:2 .
Dabei blieb es und insgesamt hilft dieses Remis niemandem weiter - außer Spiitzenreiter Hearts. Die hatten gestern ihr Heimspiel gegen Aberdeen mit 1:0 gewonnen und profitieren damit extrem von der Punkteteilung der beiden Glasgower Erzrivalen. Heart of Midlothian hat nach 29 Spielen sechs Punkte Vorsprung auf die Rangers, acht auf Celtic, das am Mittwoch noch das Nachholspiel beim FC Aberdeen auszutrragen hat und mit einem Sieg den zweiten Platz erobern könnte.
In der Meisterschaft haben die Hearts neun Spieltage vor dem Saisonende allerdings die besten Karten auf den Titel - für das Team aus Edinburgh wäre es die fünfte Meisterschaft der Vereinsgeschichte und die erste seit 1960.
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