Happy Birthday, Rod! Ein Mann, ein Sound, eine Stimme für Generationen

Veröffentlicht am 10. Januar 2026 um 00:01

Text: STORYTELLER/MH

Cover-Foto: designed by Storyteller

 

Am 10. Januar wird Rod Stewart 81 Jahre alt – und ehrlich gesagt fühlt es sich immer noch ein bisschen unwirklich an. Denn Rod Stewart ist kein Künstler, den man einfach in Jahreszahlen packt. Er ist ein Lebensgefühl. Eine Stimme. Ein verdammt gut sitzender Maßanzug mit offenem Hemdkragen, der seit Jahrzehnten allen Moden trotzt.

Rod ist einer dieser Musiker, bei denen man nicht nur Songs hört, sondern in Erinnerungen schwelgt, bei denen man einfach seine ganz persönliche Party feiert, ganz nach dem Motto „We're having a party“, wie es Sir Rod selbst ja immer wieder auf seinen Konzerten betont.

Kaum erklingt dieses unverwechselbare, leicht heisere Timbre, ist man mittendrin: im ersten verliebten Sommer, auf einer endlosen Autofahrt, in einer verrauchten Kneipe oder vor der großen Bühne des Lebens, wo es gerade nicht perfekt läuft – aber ehrlich. Und genau das war und ist Rod Stewart immer: ehrlich, direkt, manchmal frech, mit einem mitreißenden Humor ausgestattet und manchmal sentimental, aber nie glattgebügelt.

Seine Karriere? Ein Wahnsinnsritt. Vom Straßenmusiker über die wilden Jahre mit den Faces, von „Maggie May“ bis „Da Ya Think I’m Sexy?“, von „Baby Jane“ zu „The Tears Of Hercules“, von pickepackevollen Stadien über ausverkaufte Arenen zu kleinen, verrauchten Clubs. Vom tobenden Rockkracher a la „Young Turks“ bis zu herzzerreißenden Balladen wie „Have I Told You Lately“ - Rod kann und konnte alles und wollte sich nie entscheiden müssen. Rocker mit Fußballherz, Dandy mit Arbeiterseele, Charmeur mit Selbstironie. Einer, der wusste, dass ein Song nicht perfekt sein muss, um perfekt zu sein. Er musste nur mit Leben gefüllt werden, diesen typischen Stewart-Touch bekommen. Und da war und ist Sir Rod so gut wie kaum ein Zweiter. Nicht umsonst hat er viele Coversongs aufgenommen und erst durch seine Rod-typische Interpretation wurden diese Lieder zu Welthits. Beispiele gefällig? Nehmen wir „Sailing“ - 1972 von den Sutherland Brothers geschrieben, aber erst drei Jahre später durch die Version von Stewart wurde „Sailing“ zur Nummer eins in den Charts. Oder „The First Cut Is The Deepest“. Ursprünglich von Cat Stevens 1967 geschrieben, wurde das Lied erst durch das Stewart-Cover neun Jahre später zu dem großen Hit, den heute fast jeder kennt.

Und dann diese Stimme. Keine andere klingt wie sie. Sie kratzt, sie wärmt, sie tröstet. Sie erzählt Geschichten von Liebe und Verlust, von Fehlern und zweiten Chancen. Rod singt nicht über Gefühle – er steckt mitten drin. Vielleicht ist genau das der Grund, warum seine Songs Generationen verbinden. Kinder, Eltern, Großeltern – alle können sich für Rod Stewart begeistern. Da singt der Teenager-Enkel bei einem Konzert mit seiner Großmutter, da rocken Sohn und Vater zu den Klängen von „Tonight I'm Yours“ über den Arena-Boden. Stewart trifft alle Generationen mit seinen Songs und beschert ihnen bei seinen Auftritten zumindest zwei Stunden sorglose Abwechslung vom Alltagsleben. Welcher Influencer oder TikTok-Nerd kann das heutzutage schon von sich behaupten?

Auch jenseits der Musik blieb Rod immer Rod. Fußballfan mit Leidenschaft, Entertainer ohne wirkliche Starallüren, Gentleman mit Augenzwinkern. Im Grunde ist Rod einer von uns, der sich für seine Lieblingsmannschaft aus Glasgow ebenso begeistern kann, wie für das Bierchen am Abend im Pub um die Ecke. Einer, der über sich selbst lachen kann und genau weiß, dass Coolness nichts mit Alter zu tun hat, sondern mit Haltung. Wer mit über 80 noch auf der Bühne steht, als wäre es das Natürlichste der Welt, der hat eine ganze Menge richtig gemacht.

81 Jahre Rod Stewart – das sind nicht nur unzählige Hits, goldene Schallplatten und ausverkaufte Tourneen. Das sind Momente, die bleiben. Refrains, die man mitsingt, auch wenn man den Text gar nicht genau kennt. Melodien, die einen auffangen, wenn der Tag mal schwer ist. Und dieses Gefühl, dass Rock’n’Roll nicht laut sein muss, um tief zu gehen.

Lieber Rod, danke für die Songs, die uns begleitet haben und es immer noch tun. Danke für die Energie, den Stil, den Humor – und dafür, dass du bewiesen hast, dass Leidenschaft kein Verfallsdatum kennt. Happy Birthday, Sir Rod. Auf die nächsten Kapitel. Die Welt kann noch jede Menge Stewart gebrauchen.

 

LYRICS

 

(Intro – strings only, rubato)

Eighty one…

but not a bit quiet

 

 

(Verse 1 – low strings, sparse piano)

Back when nights were cheap and loud

Smoke in bars, no solid ground

Long John Baldry heard that voice

Knows from scratch, there is no choice

 

 

(Verse 2 – strings widen)

Rough and real, no perfect tone

Fire deep inside the bone

From backroom lights to borrowed days

Learning how to find his way

 

 

(Pre-Chorus – harmony rising)

Every step, another mile

Every scar became a smile

 

 

(Chorus – full orchestra, open vowels)

Eighty one

but not a bit quiet

Hear that sound

still defiant

Every note still cuts right through

Eighty one

and still true

 

 

(Verse 3 – rhythmic strings, Faces era)

Faces nights and falling walls

Crowded rooms, no curtain calls

Truth was loud, the rules were thin

That’s where it all came crashing in

 

 

(Verse 4 – melodic lift)

Maggie May on late-night air

London dreams everywhere

Every Picture tells it clear

You can hear the hunger here

 

 

(Build – brass enters)

Hands up high

Rio burned

Three point five million voices

turned

 

 

(Chorus – bigger, choir optional)

Eighty one

but not a bit quiet

Hearts still burn

still ignited

One voice over land and sea

Eighty one

and still free

 

 

(Verse 5 – restrained, Vegas & honours)

Vegas lights since twenty-eleven

Every night a touch of heaven

Hall of Fame, the lights, the crown

But the road still pulls him down

 

 

Sword on shoulder, twenty-sixteen

Sir by name — still rock’n’roll mean

 

 

(Final Chorus – maximum width)

Eighty one

but not a bit quiet

Still that soul

still unbreakable fire

Forever Young — you hear it ring

Every time

he dares to sing

 

 

(Outro – strings + horns, held note)

No goodbye

no final bow

Just one more song

right now

 

 

Eighty one…

BUT not a bit quiet.

 

 

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