Text: STORYTELLER/MH
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Nein, dieses Finish war wieder einmal nichts für schwache Nerven und auch Edelfan Sir Rod Stewart dürfte in den letzten Minuten des Auswärtsspiels seines Celtic FC in Kilmarnock die Fingernägel gekaut haben. Am Ende sicherte der mexikanische Abwehrspieler Julian Araujo in buchstäblich letzter Sekunde den 3:2-Sieg für die Bhoys in Green (90.+7), die damit weiter von der 56. Meisterschaft träumen dürfen.
Zunächst lief es allerdings so gar nicht nach dem Geschmack von Sir Rod und den Celtic-Anhängern. Killi-Angreifer Tyreece John-Jules schoss den Tabellenvorletzten in Minute 21 überraschend in Führung. Celtic tat sich schwer gegen den Underdog und kassierte sogleich noch das 0:2 durch Joe Hugill (28.). Viele der Gästefans sahen zur Pause schon die Titelchancen schwinden, aber Celtic kam nach der Pause – und einer wahrscheinlichen Standpauke von Trainer Martin O'Neill in der Kabine – ganz anders zurück. Der eingewechselte Sebastian Tounekti brachte die Hoops in Minute 56 auf 1:2 heran, wenig später stellte der Schwede Benjamin Nygren auf 2:2 (64.). Die Partie war damit wieder völlig offen und Celtic hatte nach der unterirdischen ersten Halbzeit jetzt klar Oberwasser.
Allerdings dauerte es bis zur siebten Minute der Nachspielzeit ehe Araujo zum vielumjubelten Siegtreffer einnetzte. Wetten, dass Sir Rod in diesem Moment ganz sicher wieder durch das Haus tanzte?
Was bedeutet dieser Last-Minute-Sieg nun für die Tabellen? Durch die Niederlage der Hearts bei den Rangers, sind die Hoops nun nur noch drei Punkte hinter der Tabellenspitze zurück und haben gegenüber der Konkurrenz noch ein Spiel weniger ausgetragen. Der Meisterskampf in Schottland spitzt sich nach dem 27. Spieltag so richtig zu, die nächsten Wochen dürften Sir Rod und allen, die es mit den Bhoys in Green halten, noch einige Nerven kosten.
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