Text: STORYTELLER/MH
Foto & Video: Screenshot Wolfie''s on Instagram
London, UK. Es ist ein verregneter Samstag. Wir befinden uns auf der Denmark Street, am Rande von Londons West End, irgendwo zwischen der St. Giles In The Fields Church und der Tottenham Court Road Station.
Die Menschen laufen mehr oder weniger geschäftig hin und her, viele von ihnen schützen sich mit Regenschirmen gegen das vom Himmel prasselnde Nass. Bisher ist es ein völlig normaler Samstag bei typisch britischem Wetter. Aber dann taucht von irgendwo her dieser rote... nennen wir ihn Wohnwagen … auf.
Das auffallende Gefährt, verziert mit einem großen „Wolfie's“-Schriftzug, wird in Position geschoben.
Noch nehmen nicht all zu viele Passanten Notiz von dem Gefährt, das am oberen Rand mit dem Schriftzug „The Wild Ones Jukebox“ versehen ist.
Das soll sich aber schnell ändern. Fleißige Helfer öffnen das große Fenster, ein Mikrofon kommt in Sicht. Daneben stehen einige Flaschen Wolfie's Whisky. Die ersten Neugierigen nähern sich dem Gefährt, fragende Blicke all über all. „Was bitteschön soll das hier werden?“
Die Menschenmenge vor dem Wohnwagen wird größer von Minute zu Minute. Die Neugier der Leute ist geweckt. Und dann taucht auf einmal ein Mann unter einem Regenschirm auf, bahnt sich seinen Weg durch die gespannt wartenden Passanten und klettert in das „Wolfie's-Mobil“.
Dieser Herr, adrett gekleidet, ist niemand anderes als Musiklegende Sir Rod Stewart, dessen Erscheinen für staunende und verwunderte Blicke bei den Wartenden sorgt.
Er nimmt im Inneren des Wohnwagens auf einem Stuhl Platz, richtet das Mikrofon vor ihm. Inzwischen haben sich weitere Personen in die rollende Jukebox gequetscht und stimmen die mitgebrachten Instrumente. So langsam dämmert es einigen, was da nun passieren soll. Die Mini-Band stimmt die ersten Akkorde an und dann trällert Sir Rod seinen Faces-Hit „Ooh La La“ in die Runde. Angezogen von den Klängen aus dem Wohnwagen sammeln sich immer mehr Menschen vor der wohl kleinsten Bühne, auf der Sir Rod jemals gespielt hat. Smartphones werden gezückt, es wird fotografiert, gefilmt und der ein oder andere singt sogar mit – mancher eher schlecht als recht. Aber dem Sänger gefällt es so gut, dass er gleich noch seinen Startup-Song „Maggie May“ nachschiebt.
Das Publikum trotzt dem Regen und feiert diesen spontanen Miniauftritt mit großem Spaß. Man hat schließlich nicht jeden Tag die Möglichkeit einen Superstar quasi vis a vis zu erleben.
Nach einigen Minuten ist der kurze Gig dann auch schon wieder vorbei und wird zu DEM Gesprächsthema in der britischen Hauptstadt. In den Sozialen Medien gehen die Videos von diesem einzigartigen Mini-Event viral. Kurz gesagt, die Promoaktion war ein voller Erfolg und alle Beteiligten – in, vor und hinter der rollenden Jukebox hatten eine Menge Spaß. Und auch die ein oder andere Flasche des stewartschen Whiskys fand an diesem verregneten Samstag einen neuen Besitzer.
Kommentar hinzufügen
Kommentare